Magengeschwüre - auch ein Problem von Freizeitpferden
- vor 18 Stunden
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Magengeschwüre werden oft als „Managerkrankheit“ bei hochtrainierten Renn- oder Sportpferden abgetan. Die aktuelle Studienlage und physiologische Erkenntnisse zeigen jedoch ein deutlich anderes Bild: Auch Freizeitpferde sind in erheblichem Maße betroffen.
Unter dem Sammelbegriff Equine Gastric Ulcer Syndrome (EGUS) werden dabei alle entzündlichen und geschwürigen Veränderungen der Magenschleimhaut zusammengefasst.
❗️Entgegen der weitverbreiteten Meinung, dass ein entspanntes Leben auf der Koppel vor Magenproblemen schützt, belegen zahlreiche internationale Studien hohe Prävalenzraten bei Freizeitpferden:
Eine Studie von Niedźwiedź et al. (2013) ergab, dass 59 % der Freizeitpferde mit milden Symptomen und sogar 40 % der völlig gesund erscheinenden Pferde Magengeschwüre aufwiesen.
Luthersson et al. (2009) stellten bei 53 % der untersuchten Reitpferde Geschwüre fest. Bell et al. (2007) fanden bei Freizeitpferden in voller Arbeit eine Betroffenheit von 60 %.
Während Sportpferde oft unter Schäden im drüsenlosen Teil (ESGD) leiden, zeigt eine retrospektive Studie von Hepburn (2014), dass bei Freizeitpferden häufig die drüsenhaltige Schleimhaut (EGGD) betroffen ist, deren Entstehung komplexer ist als die reine Einwirkung von Säure.
Die Ursachen für Magengeschwüre sind multifaktoriell und hängen oft mit Managementfehlern zusammen, die auch in Freizeitställen vorkommen.
Wahre Prävention beginnt damit, die physiologischen Bedürfnisse des Pferdes zu verstehen, statt sich auf Pauschalantworten zu verlassen.
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Hatte dein Pferd schonmal Magenprobleme und wie hat sich das geäußert? Schreib mir deine Erfahrungen gerne in die Kommentare!⬇️💬




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