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Heuanalysen - Wie geht das?

vor 23 Stunden
2 Min. Lesezeit

Heu ist für Pferde der größte Bestandteil ihrer Ernährung. Trotzdem wissen wir oft wenig darüber, was tatsächlich darin steckt.


💡 Was bringt eine Heunalayse?

Eine Heuanalyse kann dir dabei helfen …

✅zu wissen, was tatsächlich in deinem Heu steckt


✅die Ration genauer auf dein Pferd abzustimmen


✅mögliche Unter- oder Überversorgungen zu erkennen


✅Mineralfutter gezielter auszuwählen


✅Hinweise auf hygienische Auffälligkeiten geben


Was eine Heuanalyse nicht (sagen) kann ist, …

❌ob dein Pferd insgesamt bedarfsgerecht gefüttert wird

❌welches Mineralfutter oder Ergänzungsfuttermittel dein Pferd braucht

❌die Qualität des gesamten Heus beurteilen, wenn unterschiedliche Partien, Schnitte oder Ernten verfüttert werden

❌die Betrachtung des gesamten Pferdes und seiner gesamten Ration ersetzen


⏰ Wann macht man eine Heuanalyse?

Grundsätzlich immer dann, wenn sich die relevante Heupartie verändert.

Zum Beispiel bei:


👉🏻neuer Ernte


👉🏻neuem Schnitt


👉🏻neuem Lieferanten


👉🏻deutlich anderer Wiesen-/Standortherkunft


👉🏻einer neuen Partie, die sich sichtbar oder sensorisch deutlich vom bisherigen Heu unterscheidet


Dabei muss nicht jeder einzelne Ballen analysiert werden. Entscheidend ist, dass du eine repräsentative Probe der Partie untersuchst, die du tatsächlich verfüttern möchtest.


🏠 Wo kann man Heu analysieren lassen?

Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten:

👉🏻Institute für Tierernährung an Hochschulen/Universitäten: hier kannst du neben klassischen Nährstoffanalysen auch sensorische, botanische, oder weitere Untersuchungen beauftragen. Die angebotenen Untersuchungen unterscheiden sich allerdings deutlich zwischen den Instituten.

👉🏻LUFA-Institute und Futtermittellabore: Eine weitere Möglichkeit sind landwirtschaftliche Untersuchungs- und Forschungsanstalten sowie spezialisierte Futtermittellabore. Hier kannst du je nach Labor verschiedene Untersuchungspakete und Einzelparameter auswählen.

👉🏻Futtermittelhersteller: Auch einige Futtermittelhersteller bieten Heuanalysen direkt für Pferdehalter an. Der Hersteller muss aber nicht zwangsläufig selbst das Labor betreiben, meist werden die Proben an ein externes Labor weitergegeben. Das ist grundsätzlich kein Problem. Aber: Vergleiche, WAS tatsächlich untersucht wird.


🔍Wie macht man eine Heuanalyse?

1️⃣Zuerst festlegen, welches Heu du untersuchen möchtest. Nicht einfach „mein Heu“, wenn du verschiedene Schnitte, Ernten oder Lieferungen hast. Unterschiedliche Partien sollten nicht einfach miteinander vermischt werden.

2️⃣Überlege dir, was untersucht werden soll, welches Angebot du in Anspruch nimmst und fülle das entsprechende Formular aus.

3️⃣Für eine repräsentative Probe sollten mehrere Ballen und verschiedene Ballenschichten beprobt werden. Nicht nur vom äußeren Rand nehmen. Die Einzelproben grob zerkleinern und anschließend mischen. Daraus wird die Laborprobe entnommen.Achte dabei auf die jeweiligen Angaben des Labors zur Menge und Verpackung.

4️⃣Beschrifte und Verpacke alles wie vom Anbieter angegeben. Danach geht die Probe per Post oder – je nach Labor – über eine Probenannahmestelle ins Labor.


💰Und wie viel kostet der Spaß?

Die Preise unterscheiden sich je nach Labor und Untersuchungsumfang. Dazu können Versand und weitere Untersuchungen kommen.


📊Und wenn man die Ergebnisse hat?

Jetzt kommt der wichtigste Teil: die Interpretation. Erst daraus lässt sich beurteilen, ob Energie, Protein und Mineralstoffe passend zugeführt werden und ob die Ration angepasst werden sollte.


Lässt du das Heu deines Pferdes regelmäßig analysieren? Und was kam dabei raus? – Schreib es in die Kommentare 🐴🌾

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