Glykämischer Index
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Viele PferdebesitzerInnen achten auf Zucker im Futter – aber hast du schon mal vom glykämischen Index gehört?
👉🏻 Der glykämische Index (GI) kommt ursprünglich aus der Humanernährung und beschreibt, wie stark ein Futtermittel den Blutzuckerspiegel beeinflusst.
👉🏻Einfacher gesagt: Je höher der GI, desto schneller und stärker steigt der Blutzucker nach der Futteraufnahme.
🧠 Warum ist das beim Pferd relevant?
Pferde sind Dauerfresser und darauf ausgelegt, 👉 konstant kleine Mengen energiearmer Nahrung aufzunehmen.
Ein plötzlicher, starker Anstieg des Blutzuckers – z. B. durch stärke- oder zuckerreiche Futtermittel – passt eigentlich nicht zu ihrer natürlichen Physiologie.
Wichtig ist zu verstehen, dass der glykämische Index nie isoliert betrachtet werden sollte.
Warum?
➡️ Er berücksichtigt nur die Geschwindigkeit des Blutzuckeranstiegs
➡️ aber nicht die tatsächliche Zuckermenge
➡️ und auch nicht die gesamte Fütterungssituation
Das bedeutet: Ein Futtermittel kann einen moderaten GI haben – aber trotzdem problematisch sein, wenn große Mengen gefüttert werden.
⚠️ Hoher GI – wann wird es problematisch?
Futtermittel mit hohem glykämischen Index sind z. B.:
· Getreide (Hafer, Gerste, Mais)
· zuckerreiche Müslis
· große Mengen Melasse
👉 Sie führen zu einem schnellen Anstieg von Glukose und Insulin.
🌿 Niedriger GI – was ist sinnvoll?
Futtermittel mit niedrigem GI sind z. B.:
· Heu (v. a. spätere Schnitte)
· strukturreiche, faserreiche Futtermittel
· unmelassierte Komponenten
👉 Sie sorgen für eine langsamere und gleichmäßigere Energieversorgung.
Nicht jedes Pferd reagiert gleich
👉🏻 Der glykämische Index ist kein fixer Wert für dein Pferd.
Denn: Verschiedene Pferde reagieren unterschiedlich sensibel auf Zucker und Stärke.
· leichtfuttrige Rassen (z. B. Ponys, Robustpferde) zeigen oft stärkere Insulinreaktionen
· Sportpferde oder stoffwechselaktive Pferde können Kohlenhydrate oft besser verarbeiten
· Trainingszustand spielt eine große Rolle: trainierte Pferde nutzen Glukose effizienter als untrainierte
👉🏻 Das bedeutet: Der gleiche Futtermittelanteil kann bei zwei Pferden zu völlig unterschiedlichen Blutzucker- und Insulinreaktionen führen.
🔍 Was heißt das praktisch?
👉 Nicht jedes „energiehaltige“ Futter ist automatisch schlecht�👉 Nicht jedes „zuckerarme“ Futter ist automatisch sinnvoll
Wichtiger ist:
✔️ Gesamtzusammenhang
✔️ Bedarf des Pferdes
✔️ Qualität des Grundfutters
Der glykämische Index kann helfen, Futtermittel besser einzuordnen –aber er ist kein alleiniger Entscheidungsfaktor.
💬 Hast du dich schon mal mit dem GI bei deinem Pferd beschäftigt?




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